AUSFUHR

Der Export ist das Kerngeschäft vieler Unternehmen hierzulande. Grund genug also, sich mit den zollrechtlichen Gegebenheiten einer Ausfuhr zu befassen.

 

Eine Ausfuhr bedeutet im Normalfall weniger Aufwand als eine Einfuhr, schließlich müssen hierbei keine Einfuhrabgaben festgelegt und erhoben werden. Eine Zollabfertigung ist allerdings für Exporte in Staaten außerhalb der EU trotzdem erforderlich. Hierbei ist es von zentraler Bedeutung, was exportiert werden soll, welchen Wert die Waren haben und in welchem Staat Ihr Kunde ansässig ist.

Im Regelfall wird eine Ausfuhranmeldung für Waren bis zu einem Gesamtwert von 3000 Euro elektronisch an die Abgangszollstelle übermittelt. Die Abgangszollstelle ist die Zollstelle, an der Ihre Ware das Gebiet der EU verlässt, also beispielsweise ein Grenzzollamt an der EU-Außengrenze.

Übersteigt der Warenwert 3.000 Euro muss die Ausfuhranmeldung zunächst an das Zollamt gesandt werden, in dessen Bezirk der Exporteur sitzt. Nach dortiger Prüfung und eventueller Beschau der Waren erfolgt die endgültige Ausfuhr wieder über die Abgangszollstelle (siehe oben).

Bitte beachten: Eine Ausfuhr kann in bestimmte Staaten aufgrund von Embargomaßnahmen gänzlich verboten oder beschränkt sein. Besondere Ausfuhrbedingungen gelten aber auch bei Waren wie zum Beispiel Waffen, Munition, Dual-Use Gütern und Abfällen.

Tipp: Bei der Ausfuhr von Waren mit Ursprung in der Europäischen Union kommen vielfach Präferenzregelungen zum Tragen, die im internationalen Wettbewerb entscheidend  sein können!

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